MFA Prüfungsvorbereitung – medizinische Fachangestellte

MFA Prüfungsvorbereitung – medizinische Fachangestellte

Die duale Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, kurz MFA, ist in Deutschland eine anerkannte, dreijährige Berufsausbildung. Inzwischen verlangen viele Arztpraxen, Krankenhäuser oder andere ärztliche Einrichtungen nach mindestens einem guten Realschulabschluss. Wer gerne zusammen mit Menschen arbeitet, viel Lernbereitschaft an den Tag legt, flexibel im Umgang mit den Arbeitszeiten ist und sich generell für medizinische Themen interessiert, für den könnte das Berufsbild der MFA genau das Richtige sein. Doch ehe man sich vollständig als rechte Hand des Arztes bezeichnen darf, stehen eine Zwischenprüfung nach 18 Monaten und eine Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung an. Letztere wird sogar vor dem Prüfungsausschuss der Ärztekammer abgelegt. Und genau das lässt so manch junge MFA zittern, denn einfach ist überhaupt keine Prüfung.

Zwischenprüfung Medizinische Fachangestellte

Zwischenprüfungen für MFA sind zwar mindestens genauso aufregend, wie die große Hauptprüfung am Ende der Lehrzeit, dennoch kann man generell ziemlich entspannt in diese Prüfung gehen. Sie wird in der Regel nach den ersten 1,5 Jahren Ausbildung absolviert und besteht aus mehreren Abschnitten.



Dauer der gesamten MFA Zwischenprüfung à 120 Minuten

Abgefragt werden generell drei verschiedene Gebiete, welche auf die 120 Minuten Gesamtprüfungszeit aufgeteilt werden. Etwa 40 Minuten werden Fragen aus der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre gestellt, 20 Minuten hat der Prüfling für Fragen aus dem Abrechnungswesen und eine komplette Stunde verbleibt für medizinische Fragestellungen.

Auch die MFA Prüfungsfragen können auf unterschiedliche Art und Weise gestellt werden, sodass man während der Prüfungsvorbereitung alle einmal gemacht haben sollte.

Aufgabenstellung praxisbezogene Fallsituationen

Der Prüfling muss in der Lage sein, praxisbezogene Beispiele korrekt zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. So werden alltäglich vorkommende Situationen geschildert, in die sich die/der MFA hineindenken muss. Zu jedem Fallbeispiel wird im Anschluss eine Frage zu beantworten sein.

Offene Fragen

Offene Fragen sind auch als direkte Fragestellungen zu bezeichnen. Sie können nicht interpretiert oder individuell bewertet werden und müssen direkt beantwortet werden. Heißt, dass es entsprechend eine richtige Antwort auf eine konkrete Frage gibt. Aber keine Angst, die Fragen setzen kein Medizinstudium voraus!

Multiple-Choice-Aufgaben

Diese Art der Aufgabenstellung wird von vielen gefürchtet, dabei kann man sich mit ausreichend Wissen auch darauf gut vorbereiten. Eine Frage wird mit entsprechender Auswahl an Antwortmöglichkeiten bestückt. Nun kann eine oder ggf. mehrere Antworten richtig sein.

Was passiert, wenn ich an der Zwischenprüfung zur/zum MFA nicht teilnehme?

Wer die Zwischenprüfung versäumt, der kann diese zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachholen. Dies ist in der Regel das Folgejahr. Leider ist die bestandene und erfolgreich abgelegte Zwischenprüfung eine Voraussetzung für die Teilnahme an der MFA Abschlussprüfung.

Abschlussprüfung Medizinische Fachangestellte

Die MFA Abschlussprüfung ist in zwei große Bereiche unterteilt, einmal in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Vor beiden Abschlussteilen brauchst du aber keine Angst haben. Eine gute MFA Prüfungsvorbereitung schafft Sicherheit und Vertrauen in das eigene Können. Klar ist aber, dass die Abschlussprüfung darüber entscheidet, ob man danach eine ausgelernte und geprüfte Medizinische Fachkraft ist.

Welche Themengebiete für die Abschlussprüfung MFA?

Generell wird versucht, in der Abschlussprüfung, möglichst viele Themengebiete aus dem Ausbildungszeitrum aufzugreifen. Welche Fragen genau auftauchen werden, kann man natürlich vorab nicht wissen.

Die großen Themengebiete aus den Prüfungsbereichen können jedoch grob umfasst werden.

  • Zeitmanagement und Qualitätssicherung
  • Infektionskrankheiten und Schutz
  • Arzneimittel, Sera, Impfstoffe
  • Betreuung Patienten und Beratung
  • Prävention und Reha Grundlagen
  • Labor
  • Dokumentation
  • Notfälle – Erste Hilfe
  • Leistungsabrechnung
  • Datenschutz und Sicherheit

Mündliche und schriftliche Prüfung MFA

Die schriftliche Prüfung selbst wird in jeweils drei Abschnitte, bzw. Prüfungsbereiche gegliedert.

  • Behandlungsassistenz
  • Betriebsorganisation und –Verwaltung
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Für die ersten beiden Prüfungsbereiche legt die Ausbildungsordnung laut §9 Abs. 4 jeweils 120 Minuten Prüfungszeit fest. Für den letzten Teil stehen dementsprechend 90 Minuten zur Verfügung. Im Anschluss daran ist der schriftliche Teil der Abschlussprüfung überstanden.

Die mündliche Prüfung folgt in der Regel dem schriftlichen Teil, wobei diese auch weit kürzer gehalten wird. Man muss also gar nicht so aufgeregt sein, – wer sich auf seine Aufgabe konzentriert, der hat den größten Teil überstanden.



Generell geht es darum, eine komplexe Prüfungsaufgabe zu lösen, in aller Regel wird ein Arbeitsablauf aus dem Praxisalltag nachgestellt. Für den Prüfling geht es nun darum, die jeweilige Situation angemessen zu behandeln. Typisch ist es, bei einer Behandlung oder Untersuchung zu assistieren oder Patienten unter Beachtung aller Hygienevorschriften zu behandeln. Die Handhabung der Geräte oder Instrumente und die Dokumentation der Vorgehensweisen sind dabei besonders im Fokus. Darüber hinaus können Fragen zu Präventionsmaßnahmen gestellt werden oder aber Laboruntersuchungen durchgeführt werden.

Tipp: Handle hier einfach genau so, wie du es in deiner Praxis gelernt hast und tun würdest. Dann kann man eigentlich überhaupt nichts falsch machen.

Im Anschluss an den praktischen Prüfungsteil wird es ein kleines, fünfzehnminütiges Fachgespräch geben. Diesen Teil sollte man als Chance wahrnehmen, sich für gewisse Vorgehensweisen zu rechtfertigen. So soll man seine „Entscheidungen“ erläutern und erklären. Wer während dem praktischen Teil einen Fehler gemacht hat, der kann im Nachhinein erklären, dass man dies im Normalfall so oder so gemacht hätte. Selbstverbesserung hängt natürlich vom Fehler ab, wer zusätzlich punkten möchte, der stellt mögliche Alternativen vom Vorgehen vor.

Fallsimulationen und Notizen

Ehe der Prüfling einen Fall nachstellen soll, erhält dieser ein wenig Vorarbeitszeit. So kann man sich detaillierte Notizen machen, den Ablauf im Kopf durchgehen und genau überlegen, welche Schritte zu machen sind. Notizen können hier auf jeden Fall sehr hilfreich sein, vor allem dann, wenn man sie im Fall vergisst. So zeigt man zumindest, dass man es eigentlich anders machen wollte.

Einige Kammerbezirke haben richtige Prüfpraxen, die echte Alltagssituationen nachstellen können. Viele andere Bezirke funktionieren ein Berufsschulzimmer zum Behandlungsraum um. Auch wird es immer jemanden geben, der einen Patienten spielt, möglich sind deshalb auch Erste-Hilfe-Situationen.

Tipps für die praktische Prüfung und mögliche Fallen:

  • Achte auf den Wochentag an dem der Patient in die Praxis kommt. Dies könnte sich auf die Abrechnung auswirken.
  • Bei einem Unfall-Beispiel müssen vorab Fragen zum Kostenträger gestellt werden (BG-Fall)
  • Zu viel Hygienemaßnahmen sind nicht gut, nicht übertreiben!
  • Aufgerissene Verpackungen entsorgen und wegräumen, nicht liegen lassen.
  • Verbandsmaterial und Impfstoffe sind manchmal absichtlich abgelaufen – unbedingt auf das Verfallsdatum achten und anmerken.

Wann ist die MFA Abschlussprüfung bestanden?

Mindestens drei Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen als sachkundige Beurteiler bei der Prüfung anwesend sein. Bewertet wird wie folgt:

Um die schriftliche Prüfung zu bestehen, müssen die Prüfungsbereiche Behandlungsassistenz und Betriebsorganisation und –Verwaltung mit mind. 40 Prozent richtig bearbeitet worden sein. Wirtschaft- und Sozialkunde soll zu 20 Prozent korrekte Angaben enthalten.

Der schriftliche und mündliche Teil sind gleichermaßen zu gewichtet.

Gut vorbereitet in die Prüfung zur MFA

Generell können wir an dieser Stelle alle angehenden Medizinischen Fachkräfte beruhigen und ihnen die Angst vor den kommenden Prüfungen nehmen. Es ist wirklich nur  halb so schlimm, auch wenn Prüfungssituationen unangenehm sind. Eine gute MFA Prüfungsvorbereitung ist hier schon die halbe Miete, erfahrungsgemäß sind die Fragen ziemlich einfach gestellt und nicht mit komplexen Zusammenhängen verknüpft. Kurz gesagt – es ist zu schaffen! Und nicht vergessen: Du studierst nicht Medizin. Dementsprechend wird von dir keine Doktorarbeit mit wissenschaftlichen Neuerkenntnissen gefordert.

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Hast Du andere Ideen die Dir bei der Prüfung geholfen haben bzw. bei Deiner Prüfungsvorbereitung? Schreib es uns in die Kommentare, wir freuen uns!

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